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170V und 170H einmal ganz anders !

  • Jörg 280TE A-M-G Stufe II
  • 9. Januar 2009 um 17:21
  • Zum letzten Beitrag
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Dieses Thema wurde aus dem Nast MB-Exotenforum 1.0 importiert und kann bald wieder hier im Original-Archiv eingesehen werden.

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 143 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (9. Januar 2009 um 23:24) ist von Sebastian Nast.

  • Jörg 280TE A-M-G Stufe II
    Themenautor
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    • 9. Januar 2009 um 17:21
    • #1





    Mehr infos unter http://www.prototyp-hamburg.de

    Hier der Text der Pressemitteilung:

    Dr. Ing. Karl Schlör kam 1936 von Krauss-Maffei bei München, zu der
    Aerodynamischen Versuchs-Anstalt Göttingen e. V.(AVA). Diese war dem
    Kaiser-Wilhelm-Institut Göttingen unter der Leitung von Prof. Dr. Ludwig
    Prandtl (1875-1953) unterstellt.
    Dort wurde bereits durch Dipl.-Ing. A. Lange an einem Stromlinienmodell
    geforscht und gezeichnet. Dieses Design entsprach etwa der Jaray-Form
    mit auslaufendem Heck, in verbesserter Darstellung. Im Modell-Windkanal
    des Institutes wurde ein sagenhafter CW-Wert von 0,14 gemessen, allerdings
    mit Abdeckung aller 4 Räder. Zu dieser Zeit, ohne dass das Projekt zu Ende
    geführt zu haben, schied Ing. A. Lange aus seinem beruflichen Arbeitsplatz
    aus. Dr. Ing. Karl Schlör übernahm seinen Platz. Mit seinem Mitarbeiter
    Hans Becker wollte Schlör die Arbeiten von Ing. Lange nicht fortführen,
    sondern entschied sich für eine Einvolumen-Karosserie. Die Grundform
    zeigte ein Tragflächenschnitt.
    Modellwindkanal-Messungen ergaben angeblich einen von CW-Wert 0,113.

    Die Verantwortlichen fanden dieses Ergebnis so gut, dass entschieden
    wurde den Wagen zu bauen. Als Fahrgestell wurde ein abgeändertes Mercedes
    170H Chassis durch Karl Schlör ausgelesen. Das Windkanalmodell wurde auf
    der IAA 1938 in Berlin ausgestellt. Ein Jahr danach sahen die Besucher den
    fertigen Wagen, welcher in der Zwischenzeit bei den Gebrüder Ludewig in
    Essen karossiert worden war. Das Fahrzeug brachte im Windkanal der AVA
    einen CW-Wert von 0,186 - eine absolute Sensation.

    Was dazu verhalf war der abgedeckte, geschlossene Boden und die Fenster
    welche mit der Aluaußenhaut bündig waren. Trotz der Alu-Karosserie war der
    Wagen etwa 250 kg schwerer als die Serienlimousine. Der Schlörwagen, wie er
    von nun an genannt wurde, hatte einen Radstand von 2,60 m, 4,33 m Länge und
    eine Höhe von nur 1,48 m an der höchsten Stelle. In der Breite schlug er
    mit 2,10 m wahrscheinlich Alles was es damals auf den Strassen gab.
    Die Höchstgeschwindigkeit betrug beim Serien-Mercedes ca. 105 km/h, beim
    Schlörwagen 134-136 km/h. Beim Verbrauch wurden auf 100 km 10-12 Liter und
    nur 8 Liter zu Gunsten des aerodynamischen Fahrzeuges ermittelt.
    Nachdem die Tests abgeschlossen waren, wurde der Wagen in eine Ecke gestellt
    und ein Tuch darüber gelegt, weil die Kraftfahrtforschung am Institut
    kriegsbedingt aufgegeben wurde.
    Auch Schlör musste seinen Militärdienst absolvieren, allerdings seinen
    beruflichen Fähigkeiten entsprechend. Er wurde mit seinem Freund und
    Mitarbeiter Hans Becker nach Riga entsandt. Beim LKW-Werk von Mercedes
    einquartiert, wurden durch sie Propellerschlitten aus Beuteteilen zusammen-
    gebaut. So wurde auch einmal zu Beginn dieser Aktion, ein 5-zylindriger M11
    Sternmotor mit einer Leistung von ca. 130 PS, eine russische Konstruktion,
    als Beuteteil beansprucht.
    Darauf hin schlug jemand vor, man könnte den eingemotteten Schlörwagen damit
    bestücken und testen, ja vielleicht sogar in Russland einsetzen. Gesagt und
    getan, der Motor wurde nach Göttingen mit der Bahn transportiert. Der
    Schlörwagen wurde entmottet, der Mercedes-Motor demontiert und dafür der
    russische Motor mit Propeller an das Heck montiert. Die Ergebnisse waren
    hervorragend.
    Dieser Versuchswagen mit Propellerantrieb wurde nach verschiedenen Debatten
    nicht in Russland eingesetzt, sondern gelangte nach dem finnischen Rovaniemi
    - als Propellerdruck-Prüfstand. Wie und wann der Schlörwagen wieder zurück
    nach Deutschland kam ist nicht bekannt.
    Nach Kriegsende ging Dr. Ing. Karl Schlör zum bayerischen Staatsministerium
    für Verkehrsangelegenheiten nach München. Hier war er zuständig für die Kfz-
    Industrie und Reifenimporte der Alliierten.
    Die englischen Besatzer hatten das Kaiser-Wilhelm-Institut und damit auch die
    AVA aufgelöst. Heute heißt das Institut Deutsche Forschungsanstalt für Luft-
    und Raumfahrt e. V. .Der Schlörwagen wurde beschlagnahmt und nicht wieder
    herausgegeben.
    Angeblich wurde er nach England gebracht. Dort steht er möglicherweise noch
    heute. Nach vielen Projekten in eigener Sache und für die deutsche Auto-
    mobilindustrie verstarb Dr. Karl Schlör im Jahre 1997.



    MfG Jörg

    In unserer Hobby-Garage:

    S123 280TE A-M-G Stufe II ´84

    W114 230/8 ´70 Frenchman

    W113 280SL/8 ´70

    W189 3-0-0 d ´58

    A124 E200 Cabrio

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    • 9. Januar 2009 um 17:25
    • #2

    »

    Hi,
    ich will son EI!
    Das ding sieht ja ma echt Futuristisch aus!
    mfg
    Unterfranke

    Schau mal auf meinem YouTube Kanal vorbei: The Journey Ahead

    • Zitieren
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Schon gewusst…?

Karl Benz erhielt 1886 das Patent für den Benz Patent-Motorwagen, der weithin als das erste praxistaugliche Automobil mit Benzinverbrennungsmotor gilt.

Bertha Benz war weit mehr als die Ehefrau des berühmten Ingenieurs Carl Benz – sie war eine Pionierin auf vier Rädern. 1888 wagte sie als erste Autofahrerin der Welt etwas Außergewöhnliches: eine richtige Reise mit einem Automobil, weit über eine einfache Probefahrt hinaus. Zusammen mit ihren beiden Söhnen legte sie die 106 Kilometer von Mannheim nach Pforzheim zurück – und drei Tage später die gleiche Strecke wieder zurück. Mit Mut, Entschlossenheit und Abenteuerlust schrieb sie damit ein Stück Automobilgeschichte.

Der Name Mercedes leitet sich vom Vornamen der Tochter (Mercédès Jellinek) des Geschäftsmannes und Rennsport-Enthusiasten Emil Jellinek ab, der maßgeblich an der Entwicklung und Popularisierung früher Daimler-Fahrzeuge beteiligt war.

Der berühmte silberne Look der Silberpfeile entstand in den 1930er Jahren, als bei einem Rennen die weiße Farbe der Rennwagen abgeschliffen wurde, um das Gewicht um genau ein Kilogramm zu reduzieren und das zulässige Höchstgewicht einzuhalten. Das darunterliegende Aluminium prägte den legendären Namen.

1936 brachte Mercedes-Benz mit dem 260 D das weltweit erste serienmäßig produzierte Diesel-Personenauto auf den Markt.

Das ikonische Stern Logo, 1909 als Warenzeichen eingetragen, symbolisiert die Vision von Gottlieb Daimler, Motoren für die Motorisierung zu Lande, zu Wasser und in der Luft einzusetzen.

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