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BR124: 500E / E500

  • MBBAUREIHEN.de
  • 4. Mai 2023 um 12:43
  • Geschlossen
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    • 4. Mai 2023 um 12:43
    • #1
    Zitat von MB-Baureihen.de

    „500E“ – die Erwähnung dieser Modellbezeichnung genügt vollkommen, um Augen zum Leuchten zu bringen. Denn die Hochleistungslimousine der Baureihe 124 überstrahlt bis heute alle anderen Mitglieder dieser Generation der mittleren Klasse von Mercedes-Benz. Unter den insgesamt mehr als zwei Millionen produzierten Fahrzeugen der Baureihe 124 fällt die Stückzahl des 500E hingegen mit 10.479 Exemplaren (inklusive E500 und E60 AMG) eher gering aus. Die Faszination an dem Vorläufer der E-Klasse erklärt bereits ein Blick auf die technischen Daten: Achtzylinder-Motor in V-Bauweise, fünf Liter Hubraum, 240 kW (326 PS) Leistung, auf 250 km/h abgeregelte Höchstgeschwindigkeit. Mit solchen Werten gehört diese Limousine bei ihrer Vorstellung 1990 auf dem Autosalon in Paris in die Welt der schnellsten Sportwagen.

    Ein großer Unterschied zu seinen Mitbewerbern besteht im dezenten Auftritt des 500E: Auf den ersten Blick wirkt die viertürige Limousine überaus zurückhaltend. Ein wahrer „Wolf im Schafspelz“ eben. Nur Kenner können den schnellen Wagen sofort von seinen weniger leistungsstarken Brüdern unterscheiden. Das freut viele Besitzer, weil sie auf souveräne Fahrleistungen durchaus Wert legen, aber keinesfalls auf einen glamourösen Auftritt. Und wenn sie ganz unaufgeregt so manchen Sportwagen hinter sich lassen, umso besser. Das Klassikerpotenzial des Fahrzeugs ist von Anfang an groß: Schon bald nach Produktionsende wird der 500E zum begehrten Sammlerstück.

    Präsentation in Paris


    Als der Mercedes-Benz 500E in Brillantsilber vom 4. bis 14. Oktober 1990 auf dem Pariser Autosalon auf einer Drehscheibe präsentiert wird, ist die Baureihe 124 bereits seit sechs Jahren auf dem Markt. Er ist ein Star im Hintergrund, sein Erscheinungsbild löst somit zunächst kein großes Erstaunen aus. Beim genauen Hinsehen fallen jedoch Details auf: Die Kotflügel sind vorn wie hinten leicht weiter nach außen gezogen, um Platz für Bereifung der Größe 225/55 R 16 zu schaffen. Auch die um 23 Millimeter tiefergelegte Karosserie und eine modifizierte Bugschürze mit integrierten Nebelleuchten sind dezente Erkennungsmerkmale des Topmodels. Umso aufregender für die Messebesucher sind die genannten Fahrleistungen: Mit dem serienmäßigen Automatikgetriebe erreicht er die 100-km/h-Marke in nur 5,9 Sekunden. Die tatsächlich erreichbare Höchstgeschwindigkeit wird verschwiegen, bei 250 km/h wird elektronisch abgeregelt.

    Motor


    22C0264 0024,2-Liter-V8-Motor M 119 des Mercedes-Benz 400 E

    Den Antrieb des 500E übernimmt ein ausgereiftes Triebwerk, das in seinen Grundzügen aus dem 500 SL der Baureihe R129 stammt. Der V8-Motor – mit der internen Bezeichnung M119 mit vier Ventilen pro Zylinder und 4.973 Kubikzentimetern Hubraum – unterscheidet sich von dem des 500 SL durch eine erstmals bei Mercedes-Benz verwendete elektronisch gesteuerte Saugrohrbenzineinspritzung „Bosch LH-Jetronic“ mit Hitzdraht-Luftmassenmessung. Auch ist der Motorblock etwas niedriger ausgefallen und hat nun die gleiche Höhe wie die 4,2-Liter-Ausführung des M119. Bei dem verwendeten Motor handelt es sich übrigens um den gleichen M119 mit dem Mercedes-Benz im Sauber-Mercedes C9 – dort mit zwei Turboladern versehen – im Jahr 1989 die Sportwagen-Weltmeisterschaft und die 24 Stunden von Le Mans gewinnt.

    Die Bremsanlage stammt ebenfalls aus der Baureihe R129, um dem hohen Tempo gewachsen zu sein. Die serienmäßige Ausstattung mit der Antriebs-Schlupf-Regelung ASR verhindert das Durchdrehen der Antriebsräder bei hohem Schlupf auf glatter Fahrbahn. Zu den Details des 500E gehört die Verlagerung der Batterie in den Kofferraum, um die Gewichtsverteilung zu optimieren.

    Ab Oktober 1992 wird die Motorleistung auf 320 PS (235 kW) leicht zurückgenommen, um die Schadstoffemissionen zu verringern. Im Vergleich zum 500SL hat der 500E eine kürzere Achsübersetzung (1:2,82), was der Beschleunigung zugute kommt, den Treibstoffverbrauch aber auch leicht erhöht.

    Konstruktion durch Porsche


    A90F1576Mercedes-Benz 500E, Detailaufnahme des verbreiterten Radlaufs.

    Die frühen Konstruktionsentwürfe des W124 um 1980 herum berücksichtigen durchaus bereits den möglichen Einbau eines Achtzylindermotors. Als die Idee Ende der 1980er-Jahre wieder aufgegriffen wird, zeigt sich, dass doch einige Änderungen am Vorbau notwendig sind und die Kühlluftführung überdacht werden muss.

    Doch die Entwicklungskapazitäten von Mercedes-Benz sind in jenen Jahren durch den SL der Baureihe R129 und die S-Klasse der Baureihe W140 weitgehend ausgelastet. So wird Porsche schon im Vorfeld der Entwicklung mit ins Boot geholt um sein Know-how bei der Konzeption der Limousine mit ihren sportwagenähnlichen Fahrleistungen zu nutzen und Mercedes-Benz erteilt im Dezember 1987 einen Entwicklungsauftrag für die konstruktive und versuchstechnische Serienentwicklung der Basislimousine W124 mit dem Achtzylindermotor M119.

    Die Fertigung findet dann zweigeteilt statt: Porsche übernimmt auch die Fahrzeugmontage des 500E / E500. Dabei erhält der Sportwagenhersteller die Karosserieteile aus Sindelfingen. Danach wird die Karosserie bei Porsche zusammengebaut, anschließend im Werk Sindelfingen lackiert und wieder nach Zuffenhausen gebracht. Die Endmontage mit dem komplett von Mercedes-Benz angelieferten Antriebsstrang erfolgt bei Porsche, die Auslieferung an die Kunden und Vertriebspartner übernimmt das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen. Für Porsche rechnet sich das: Zum einen ist der Sportwagenhersteller zu Beginn der 1990er Jahr wirtschaftlich etwas angeschlagen und kann einen Fertigungsauftrag gut gebrauchen. Zum anderen passt die relativ geringe Stückzahl (erst 10 Fahrzeuge täglich, dann ca. 20) auch ideal zu den Fertigungsabläufen von Porsche, so dass die Fertigung des 500E dort sehr gut aufgehoben ist. Übrigens: den 500er gab es tatsächlich nur als Viersitzer, was der breiteren, geänderten Kardanwelle geschuldet war.

    500e porsche schweisspunkte
    500e porsche hochzeit
    500e porsche lackierte rohkarosse

    Produktionszahlen & Preise


    Bis April 1995 entstehen 10.479 Exemplare der Power-Limousine. Dabei wird der 500E in der Produktionsstatistik zusammen mit dem E500, wie das Topmodell der nun E-Klasse genannten Baureihe 124 ab Juni 1993 heißt, sowie dem 1993 präsentierten E60 AMG gezählt. Bei dem letztgenannten und bis 1994 gebauten Modell leistet der Motor M 119 mit sechs Litern Hubraum sogar 280 kW (381 PS). 1991 stößt mit dem 400E ein weiteres Achtzylindermodell zur W124-Familie. Sein Triebwerk leistet 205 kW (279 PS). Er findet bei Weitem nicht so viel mediale Beachtung wie der 500E, bei den Verkaufszahlen liegt der 400E / E420 mit 22.802 Exemplaren jedoch deutlich vor den leistungsstärkeren Modellen der Baureihe.

    Der 500E kostet zunächst 134.510 DM, mehr als doppelt so viel wie der weniger opulent ausgestattete 300E mit einer Leistung von 132 kW (180 PS) mit Katalysator. Auf dem Genfer Autosalon im März 1994 stellt Mercedes-Benz das auf 500 Fahrzeuge beschränkte Sondermodell E500 Limited vor: besonders exklusiv ausgestattet und mit einer Sonderlackierung in Saphirschwarz oder Brillantsilber. Als die Produktion der Limousinen der Baureihe 124 im Jahr 1995 endet, läuft auch der E500 aus. Die Tradition der Sportlimousinen mit höchsten Ansprüchen an Leistung und Fahrkultur führen die AMG-Modelle von Mercedes-Benz fort.

    Fotos

    A90F1219
    A90F1492
    A90F1580
    A93F1227
    B94F109
    B94F112
    A94F1088

    Technische Daten




























































    500EE500
    Allgemeine Daten
    KonstruktionsbezeichnungW 124 E 50
    Baumuster124.036
    Produktionszeitraum09.1990 / 02.1991 - 07.199307.1993 - 04.1995
    Anmerkung ProduktionszeitraumProduktionsbeginn Vorserie / Hauptserie - Produktionsende
    Stückzahl10.479 inclusive E60 AMG
    Preise10.1990: DM 134.520,00

    06.1991: DM 138.396,00

    09.1991: DM 140.106,00

    02.1992: DM 144.324,00

    01.1993: DM 145.590,00
    05.1993: DM 145.590,00
    Motor
    ArbeitsverfahrenViertakt-Otto (mit Saugrohreinspritzung und Abgasreinigungsanlage mit geregeltem 3-Wege-Katalysator)
    Anordnung im Fahrzeugvorn, längs; stehend
    Motor-Typ / -BaumusterM 119 E 50 / 119.974
    Zylinderzahl / -anordnung8 / 90°-V-Form; Leichtmetallblock
    Bohrung x Hub96,5 x 85,0 mm
    Gesamthubraum4973 ccm
    Verdichtungsverhältnis10.0
    Leistung / bei326 PS / 240 kW bei 5700 /min320 PS / 235 kW bei 5600 /min
    Drehmoment / bei480 Nm bei 3900 /min470 Nm bei 3900 /min
    Ventilanordnung / -anzahl2 Einlaß, 2 Auslaß / V-förmig hängend
    Ventilsteuerungje Zylinderreihe 2 obenliegende Nockenwellen (Einlaß-Nockenwellen verstellbar)
    NockenwellenantriebDuplex-Rollenkette
    Gemischbildungmikroprozessorgesteuerte Einspritzanlage mit Hitzdraht-Luftmassenmessung (Bosch LH-Jetronic)
    Kraftstofftank: Anordnung / Fassungsvermögenüber der Hinterachse / 90 l
    Fahrwerk & Kraftübertragung
    Rahmenausführungselbsttragende Karosserie
    Radaufhängung; vorneDreiecks-Querlenker / Dämpferbein
    Radaufhängung; hintenRaumlenkerachse mit hydropneumatischer Niveauregulierung
    Federung; vorneSchraubenfedern, Drehstab-Stabilisator
    Federung; hintenSchraubenfedern, Drehstab-Stabilisator
    Stoßdämpfer; vorne/hintenGasdruck-Dämpferbeine
    LenkungKugelumlauf-Servolenkung
    Bremsanlage (Fußbremse)hydraulische Zweikreis-Bremsanlage mit Unterdruck-Bremskraftverstärker und Anti-Blockier-System; ~innenbelüftete Scheibenbremsen vorn und hinten
    Feststellbremse (Handbremse)mechanisch (fußbetätigt), auf Hinterräder wirkend
    RäderLeichtmetallräder
    Felgen8 J x 16 H 2
    Reifen225/55 ZR 16
    Angetriebene RäderHinterräder
    Kraftübertragunggeteilte Kardanwelle
    Getriebe & Fahrleistungen
    Getriebe4-Gang-Automatikgetriebe
    VerfügbarkeitSerie
    SchaltungWählhebel in Wagenmitte
    Kupplunghydraulischer Drehmomentwandler im Automatikgetriebe
    GetriebeartPlanetengetriebe
    Getriebe-ÜbersetzungI. 3,87; II. 2,25; III. 1,44; IV. 1,0; R. 5,59
    Achsantriebsübersetzung2.82
    Höchstgeschwindigkeit250 km/h (elektronisch abgeregelt)
    Beschleunigung 0-100 km/h6,1 s
    Kraftstoffverbrauch10,7 / 12,3 / 17,5 l10,3 / 11,9 / 16,9 l
    nach Richtlinie80/1268/EWG; Werte für 90 km/h / 120 km/h / Stadtzyklus
    Abmessungen & Gewichte
    Radstand2800 mm
    Spur vorne / hinten1538 /1529 mm
    Länge4750 mm
    Breite1796 mm
    Höhe1410 mm1408 mm
    Leergewicht (Wagengewicht)1700 kg1710 kg; ab 03.1994: 1730 kg
    nach RichtlinieDIN 70020 (mit Kraftstoff, Reserverad und Werkzeug)
    Zul. Gesamtgewicht2150 kg2160 kg; ab 03.1994: 2180 kg
    Alles anzeigen

    Quelle: https://www.mb-baureihen.de/br124-500e-e50…br124-500e-e500

    Gruß, Marcel von: MB-Baureihen.de // Nast-Sonderfahrzeuge.de

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Bertha Benz war weit mehr als die Ehefrau des berühmten Ingenieurs Carl Benz – sie war eine Pionierin auf vier Rädern. 1888 wagte sie als erste Autofahrerin der Welt etwas Außergewöhnliches: eine richtige Reise mit einem Automobil, weit über eine einfache Probefahrt hinaus. Zusammen mit ihren beiden Söhnen legte sie die 106 Kilometer von Mannheim nach Pforzheim zurück – und drei Tage später die gleiche Strecke wieder zurück. Mit Mut, Entschlossenheit und Abenteuerlust schrieb sie damit ein Stück Automobilgeschichte.

Der Name Mercedes leitet sich vom Vornamen der Tochter (Mercédès Jellinek) des Geschäftsmannes und Rennsport-Enthusiasten Emil Jellinek ab, der maßgeblich an der Entwicklung und Popularisierung früher Daimler-Fahrzeuge beteiligt war.

Das ikonische Stern Logo, 1909 als Warenzeichen eingetragen, symbolisiert die Vision von Gottlieb Daimler, Motoren für die Motorisierung zu Lande, zu Wasser und in der Luft einzusetzen.

Karl Benz erhielt 1886 das Patent für den Benz Patent-Motorwagen, der weithin als das erste praxistaugliche Automobil mit Benzinverbrennungsmotor gilt.

Der berühmte silberne Look der Silberpfeile entstand in den 1930er Jahren, als bei einem Rennen die weiße Farbe der Rennwagen abgeschliffen wurde, um das Gewicht um genau ein Kilogramm zu reduzieren und das zulässige Höchstgewicht einzuhalten. Das darunterliegende Aluminium prägte den legendären Namen.

1936 brachte Mercedes-Benz mit dem 260 D das weltweit erste serienmäßig produzierte Diesel-Personenauto auf den Markt.

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