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    SLK im Todes Tal

    • Jörg 280TE A-M-G Stufe II
    • 30. Oktober 2010 um 09:02
    • Zum letzten Beitrag
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    Dieses Thema wurde aus dem Nast MB-Exotenforum 1.0 importiert und kann bald wieder hier im Original-Archiv eingesehen werden.

    Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 163 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (31. Oktober 2010 um 17:28) ist von bornit201.

    • Jörg 280TE A-M-G Stufe II
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      Mitglied seit
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      Geburtstag
      18. August 1971 (55)
      Geschlecht
      Männlich
      Wohnort
      31137 Hildesheim
      • 30. Oktober 2010 um 09:02
      • #1

      Letzter Härtetest für das neue MAGIC SKY CONTROL Panorama-Variodach

      In der Gluthitze des Tal des Todes


      Hitze. Um die Mittagszeit ist sie unerträglich. Im legendären Death Valley, an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada, klettert das Thermometer im Sommer auf über 50 Grad Celsius. Diese thermischen Ausnahmebedingungen findet das Erprobungsteam von Mercedes-Benz ideal.

      Mitten auf einem steinigen, kaum besuchten Parkplatz haben sie drei Prototypen abgestellt, darunter der SLK, der nächstes Jahr Weltpremiere feiern wird. Die nächste Generation des erfolgreichen Roadsters ist mit einem neuen Glasdach ausgerüstet, das Mercedes-Benz im neuen SLK als erster Automobilhersteller weltweit als Sonderausstattung anbieten wird. Das Wunderwerk trägt den Namen MAGIC SKY CONTROL Panorama-Variodach und drückt damit seine einzigartige Vielseitigkeit aus: Offen schafft es roadstertypischen intensiven Kontakt zur Natur, durchsichtig vermittelt es Open-Air-Feeling selbst bei schlechterem Wetter. Ungewöhnliches Highlight: Auf Wunsch färbt sich das transparente Glasdach sekundenschnell dunkel. So sorgt es wahlweise, Schatten spendend und mit einzigartiger Lichtstimmung, für wohltuende Wellness-Atmosphäre im Innenraum.

      Der Kofferraum birst beinahe vor elektronischem Messequipment. Dutzende von Kabeln führen nach vorn, unter die Motorhaube, in den Innenraum und an das innovative Dach. Der Aufwand gilt dem letzten harten Funktions- und Haltbarkeits-Check in den härtesten Umweltbedingungen, auf die ein künftiger SLK Fahrer auf dieser Erde treffen kann. Während seiner Entwicklung hat das MAGIC SKY CONTROL Panorama-Variodach bereits Hunderte von Stunden unter anderem im Sonnensimulationslabor und auf diversen Prüfständen erfolgreich absolviert. Das Programm in der arktischen Kälte jenseits von 30 Grad minus nahe am Polarkreis haben der künftige SLK und das neuartige Panoramadach im letzten Winter mit Bravour bestanden. Jetzt ist die Hitze dran.

      Um die Messungen auf eine nachvollziehbare und solide Basis zu stellen, haben die Messtechniker aus ihrem schwarzen Van Messzubehör geholt und aufgebaut. Nun justieren sie es unter der brennenden Sonne. Kernstück ist ein sogenanntes Sternpyranometer. Es misst äußerst exakt die Energie der Sonnenstrahlung, der die Prototypen hier auf dem öden Parkplatz im Death Valley ohne Schutz ausgesetzt sind. Morgens um zehn zeigt das Display bei blankem Himmel bereits gut 800 Watt. Tendenz steigend. Kurz nach Mittag wird die 1000-Watt-Marke überschritten. Mehr geht fast nicht. Zwischendurch ist kurz ein leichter Wolkendunst durchgezogen, mit dem Auge kaum wahrnehmbar. Dennoch ging die Intensität der Sonneneinstrahlung sofort um gut 200 Watt zurück. Die Test-Techniker haben diese Veränderung kaum gespürt, das Sternpyranometer reagierte aber prompt.

      Wolken sind freilich mitten im Hochsommer im Death Valley eher eine Rarität. Im Allgemeinen lassen die Techniker die Prototypen des SLK jeden Tag vier Stunden in der prallen Sonne aufheizen. Dabei zeichnen sie die Daten des
      unbestechlichen Sternpyranometers fortlaufend auf, um Basiswerte zu ermitteln, damit später die Messergebnisse korrekt miteinander verglichen werden können.

      Ihre Hauptaufmerksamkeit gilt allerdings anderen Messungen. Überall im Fahrzeug sind Sensoren verteilt. Allein am Panoramadach haben die Techniker heute am Morgen acht neue Sensoren angebracht. Sie registrieren penibel jede Temperaturveränderung, machen eventuelle Spannungen im Glas sichtbar, überprüfen die Leistungswerte und die Reaktionen der elektronischen Bauteile. Bei minus 40 Grad muss alles genauso reibungslos und zuverlässig funktionieren wie bei Temperaturen jenseits 50 Grad plus.

      Nach vier Stunden unter der sengenden Sonne verlässt die Erprobungscrew das Death Valley und fährt Richtung Daylight-Pass durch eine bizarre Landschaft, die ständig in Bewegung ist: Verfestigte Schlammschichten bilden Berge, die Kräfte der Erosion zernagen sie. Ein Gebirge zerbricht, und Sandstein wird wieder zu Sand. „Kahle, sterile Berge und blendende Salzflächen starren uns entgegen“, notierte 1849 Lewis Manly, als ein Mormonentreck 25 Tage auf dem Talgrund auf Hilfe warten musste. „Wir sind durch das Tal des Todes geschritten“, berichtete später eine mitreisende Pfarrersfrau und gab damit dem Tal seinen Namen.

      Im Teststützpunkt in Beatty angekommen, rund 1200 Meter höher gelegen, ist es vergleichsweise kühl: Moderate 40 Grad Celsius zeigt das Thermometer hier. Zeit für die Tagesbilanz. Die gesammelten Daten müssen ausgelesen und auf Laptops übertragen werden. Heute sind alle zufrieden mit den Ergebnissen. Das bedeutet, die Messergebnisse jedes einzelnen Sensors entsprechen den Erwartungen. Es gab keine Überraschungen. Wie erwartet.

      Das war nicht immer so. Wie jede Innovation stellte auch das neue MAGIC SKY CONTROL Panorama-Variodach die Ingenieure von Mercedes-Benz vor viele
      Herausforderungen. Glas und Folien mussten optimal zusammenarbeiten,
      die Steuerelektronik musste unter allen denkbaren Umständen funktionieren. Manchmal zeigten Messdaten Probleme an. Dann entstand unter den Erprobungstechnikern in ihrer Testwerkstatt geschäftige Hektik. Was sagt uns
      diese Messung? Wie kam sie zustande? Was müssen wir ändern, um ein ideales
      Ergebnis zu bekommen?

      Ständig standen die Techniker und Ingenieure in Beatty via Internet mit dem Entwicklungszentrum in Sindelfingen in Verbindung. Vorschläge wurden
      gemacht, verworfen, neue Strategien entworfen, Bauteile verändert. Bereits
      frühmorgens wurden oft Teile ausgetauscht, neue Sonden angebracht.

      Diese Phase ist nun abgeschlossen. Die letzten Hitzetests im Death Valley
      bestätigen dies. Sie haben auch noch einmal eindrucksvoll die Wirkung des neu entwickelten Dachs bewiesen. Wenn sie nach vierstündiger Hitzetortur auf dem Fahrersitz Platz nahmen und das Dach undurchsichtig schalteten, spürten die Erprobungstechniker sofort eine deutliche Entspannung. Wärmebilder zeigten, dass die Temperatur am Kopf und im Schulterbereich sank. Messungen mit dem auf die Mittelablage gestellten Sternpyranometer machten deutlich, warum das
      so ist. Bei geöffnetem Dach betrug die Sonnenlast in der Hitze des Death Valleys 1000 bis 1100 Watt pro Quadratmeter. Mit transparentem Glasdach sank sie auf 200 Watt, MAGIC SKY CONTROL mit dunkel geschaltetem Dach senkte sie auf 40 bis 50 Watt – ein 20stel des Ursprungswerts.

      Das einzigartige MAGIC SKY CONTROL Glasdach kann im nächsten Jahr
      Weltpremiere feiern.
      (QUELLE: DaimlerAG)



      In unserer Hobby-Garage:

      S123 280TE A-M-G Stufe II ´84

      W114 230/8 ´70 Frenchman

      W113 280SL/8 ´70

      W189 3-0-0 d ´58

      A124 E200 Cabrio

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    • MKO@convertible
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      1. Mai 2010
      • 30. Oktober 2010 um 09:11
      • #2

      der R172 reizt mich ja noch nciht so,
      aber das Dach muss in meinen R170 :grinning_squinting_face:

      danke, interessanter Beitrag

      "\""The speed was okay but the corner was too tight\"" Ari Vatanen"

      • Zitieren
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    Schon gewusst…?

    1936 brachte Mercedes-Benz mit dem 260 D das weltweit erste serienmäßig produzierte Diesel-Personenauto auf den Markt.

    Der Name Mercedes leitet sich vom Vornamen der Tochter (Mercédès Jellinek) des Geschäftsmannes und Rennsport-Enthusiasten Emil Jellinek ab, der maßgeblich an der Entwicklung und Popularisierung früher Daimler-Fahrzeuge beteiligt war.

    Karl Benz erhielt 1886 das Patent für den Benz Patent-Motorwagen, der weithin als das erste praxistaugliche Automobil mit Benzinverbrennungsmotor gilt.

    Der berühmte silberne Look der Silberpfeile entstand in den 1930er Jahren, als bei einem Rennen die weiße Farbe der Rennwagen abgeschliffen wurde, um das Gewicht um genau ein Kilogramm zu reduzieren und das zulässige Höchstgewicht einzuhalten. Das darunterliegende Aluminium prägte den legendären Namen.

    Bertha Benz war weit mehr als die Ehefrau des berühmten Ingenieurs Carl Benz – sie war eine Pionierin auf vier Rädern. 1888 wagte sie als erste Autofahrerin der Welt etwas Außergewöhnliches: eine richtige Reise mit einem Automobil, weit über eine einfache Probefahrt hinaus. Zusammen mit ihren beiden Söhnen legte sie die 106 Kilometer von Mannheim nach Pforzheim zurück – und drei Tage später die gleiche Strecke wieder zurück. Mit Mut, Entschlossenheit und Abenteuerlust schrieb sie damit ein Stück Automobilgeschichte.

    Das ikonische Stern Logo, 1909 als Warenzeichen eingetragen, symbolisiert die Vision von Gottlieb Daimler, Motoren für die Motorisierung zu Lande, zu Wasser und in der Luft einzusetzen.

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