Hallo ihr beiden,
V280 – VW VR6 – dass war mir komplett neu! Habe ich noch nie gehört und hat mich wirklich überrascht – vielen Dank dafür!
Ich hab mir das Thema mal angeschaut und könnte mir den Grund wir folgt vorstellen:
V-Klasse und Vito sind ja als direkter Konkurrent zum T4 / Multivan platziert. Parallel zur V-Klasse hat der T4 eine große Modellpflege u.a. mit der neuen Motorvariante 2.8l VR6.
Ich glaube, dass das Mercedes in Zugzwang gebracht hat und man auf die Schnelle nicht ein eigenes Aggregat hätte entwickeln können und deshalb zugekauft hat.
Interessant finde ich daran, dass VW diesen Deal gemacht hat, obwohl dieser sicherlich die Absatzzahlen des T4 VR6 gedämpft hat und das der Motor im Mercedes satte 34 PS mehr leistet als im VW.
Zum Sprinter vom Frightliner ist zu erwähnen, dass Frightliner auch schon seit 1981 zu Daimler gehört.
Citan & T-Klasse haben mehr als nur Renault-Motor – im Prinzip handelt es sich bei den Fahrzeugen komplett um den Renault Kangoo mit geänderter Front. Stellt man beide Modelle nebeneinander, sieht man das sehr deutlich.
Die X-Klasse ist für mich ein ganz eigenes Thema… ich glaube das ich dazu auch schon mal was Kommentiert hatte, aber ich lasse es auch gerne nochmal raus 😉
Zum einen ist der Navara absolut kein schlechtes Auto, nach dem was ich so weiß. Ich habe trotzdem von Anfang an nicht verstanden, warum man nicht „einfach“ hätte ein eigenes Auto hätte entwickeln können. Immerhin gab es auf G-Klasse-Basis schon verschiedenste Varianten, von Armee-„Cabrios“ mit verschiedenen Radständen über die Professional-Ausführung mit Alu-Pritsche, bis zum 6x6. Hätte man damals mit den Erfahrungen auf G-Basis etwas neues kreiert, wäre das Ergebnis sicherlich deutlich ikonischer und wäre (trotz wahrscheinlich höherem Grundpreis) erfolgreicher gewesen. Auch hätte man das Know-How nutzen können um aus GLC oder GLE eine Pickup-Variante zu generieren. Meiner Meinung nach hat man die schlechteste denkbare dünn-drüber-Variante gewählt, die entsprechend vom Markt abgestraft wurde…
Man muss fairerweise aber auch dazu sagen, dass die X-Klasse schon vor erscheinen viel schlechte Presse wegen seines Navara-Zwillings bekommen hatte und damit einen schweren Start hatte – speziell als Prestige-Fahrzeug. Interessanterweise war beim VW Amarok 2 dann egal, dass es sich bei ihm um einen Ford Ranger handelt – zumindest habe ich da nicht so viele negative Berichterstattung mitbekommen.
Nicht nur bei den Motoren gab es Kooperationen zwischen Mercedes und anderen Herstellern. Ich weiß, dass es auch Entwicklungs- und Einkaufskooperationen zu Sensorik- und Assistenzsystemen mit BMW gab.
Generell fand ich heute die etwas andere Folge auch ganz gut. Ich denke hier, dass es die Mischung machts!
Das nächste Special in dieser Form dann bitte zu dem Thema wo im Gegenzug Mercedes-Motoren gelandet sind (wurde ja auch schon mal kurz angesprochen) 😊
Grüße aus dem kühlen, aber sonnigen Westerwald.
Iven