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    V12 im 126

    • Grobi126
    • 31. Dezember 2016 um 14:50
    • Zum letzten Beitrag
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    Dieses Thema wurde aus dem Nast MB-Exotenforum 1.0 importiert und kann bald wieder hier im Original-Archiv eingesehen werden.

    Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 338 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (2. Januar 2017 um 20:55) ist von Sebastian Nast.

    • Grobi126
      Themenautor
      Trophäen
      1
      Beiträge
      125
      Mitglied seit
      22. Dezember 2016
      • 31. Dezember 2016 um 14:50
      • #1

      Es gab vom Werk wohl einige werksseitige Anlaeufe für einen V12 im 126. Jedoch wurde kein einziger in Serie verwirklicht. Außer den Informationen aus der Oldtimer Markt 10/2009, S. 14-23, anlaeßlich des 30. Geburtstags des 126 finde ich keine weiteren zu diesem sehr interessanten Thema.

      Wisst Ihr dazu mehr?

      Aus dem Artikel in der Oldtimer Markt:

      "[...] 1974 sickern erste Details über den für 1977 geplanten Oberklasse-BMW durch. Die Fachpresse spricht von zwölf Zylindern. Tatsaechlich laeuft das prestigetraechtige Triebwerk unter dem Code M33 (4988 ccm, 300 PS) seit 1973 in Versuchstraegern vom Typ BMW 3.0 Si. Jetzt gedeiht in Muenchen der naechste V12: der M66 mit 4463 ccm, 275 PS, zahnriemengetriebenen Nockenwellen und Trockensumpfschmierung. BMW meint es ernst.

      Mercedes kontert. Im Forschungsressort werden zwei Reihensechser des 280 SE zum gigantischen 60-Grad-Zwoelfender vereinigt - mit jeweils einem Einspritz- und Zuendsystem pro Zylinderbank sowie 48 Ventilen. Aus knapp sechs Litern Hubraum schoepft das Monstrum rund 380 PS. 1976 versinkt es im Motorraum eines W116, der derart befeuert Tempo 250 macht. Nur 250 - die passende Uebersetzung fehlt. Waere sie verfuegbar, waeren gut 265 km/h drin. Mitte der Siebziger ist das Ferrari-Niveau.

      Auf einer Testfahrt des 600 SEL fallt eine Zylinderreihe aus, die versuchsweise verbauten Katalysatoren fangen Feuer. Das Ende des brachialen Kraftwerks besiegelt indes ein anderer Umstand: Man koenne selbst einen simpleren V12 bauen, meldet die Entwicklung an die Forschung- zwischen beiden Ressorts herrscht sportliche Rivalität. In der Tat hatte Entwicklungschef Scherenberg schon 1975 das Ausbaupotential des Serien-V8 zum V10 und V12 pruefen lassen. 1977 stirbt auch das zweite V12-Projekt. Weil bekannt wird, daß der 7er, der im naechsten Monat erscheint, doch nur sechszylindrig zu haben ist?

      [...]

      Doch wieder droht Ungemach aus Muenchen. Dort nimmt der E32, der 1986 als naechster 7er lanciert werden soll, Formen an. Traumhafte Formen, wie man hoert. Und wieder spukt das V12-Gespenst durch den Blaetterwald. Diesmal macht BMW Naegel mit Koepfen, lernt man 1982 in Stuttgart. Motorenentwickler Kurt Oblaender hat bereits die Antwort parat: den dritten Mercedes-V12, bestehend aus zwei Sechszylindern, die zum Modelljahr 1986 mit den Modellen 260 SE und im 300 SE/SEL die 280er abloesen werden.

      Wirklich schade, daß auch dieser Zwoelfer die Serienreife verfehlt. Dafuer beschließt man bei Daimler im April 1984, den vierten V12 seit den Siebzigern in Angriff zu nehmen. Als Basis dient der "Komo" - ein Kompaktmotor, der 1979 als V6 laufen lernte, dessen V8-Variante mit 2,5 Litern versuchsweise den "Baby-Benz" 190 antreibt. Im Juli 1985 läuft der Komo-V12-Vierventiler mit 60 Grad Bankwinkel und 5209 ccm Hubraum auf dem Pruefstand, kurz darauf im 560 SEL. Die Messungen ergeben 313 PS und 247,5 km/h Vmax. Fazit: Bezueglich Laufruhe und Prestige ist der Zwoelfzylinder dem 560er-V8 weit überlegen, leistungsmaeßig jedoch kaum.

      Fuer sein Aus sorgt Ende 1985 Produktionsvorstand Werner Niefer: Der Komo-V12 sei nicht baukastenkompatibel, eine extra benoetigte Fertigungsstraße zu teuer. Außerdem ist bereits die naechste Motorengeneration in Planung, die den Zwoelfer für den W126-Erben W140 (ab 1991) fest einschließt. Also vertagt man das Duell auf spaeter und überlaeßt den Bayern zunaechst den Dutzend-Markt. Doch schon 1988 erreicht das Wettruesten einen neuen Hoehepunkt: BMW presst einen V16-Motor mit 6651 ccm und 438 PS – Tarnname Goldfisch – in den 7er, Mercedes kontert sofort mit einem V16-Trumm…
      Aber das ist ein anderes Heldenepos. […]“



      Ich habe bezueglich der im letzten Absatz gemachten Aussage, daß der M120-V12 bei der Entwicklung des W140 als gesetzt galt, meine Zweifel. Schließlich wurde doch ein 5,6l-M119 entwickelt, der dann hinterher zugunsten des M120 verworfen wurde.

      • Zitieren
    • Sebastian Nast
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      Trophäen
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      • 31. Dezember 2016 um 18:43
      • #2

      Ja so wie ich das immer gelesen haben, wurde Daimler 1986/87 vom
      E32 750i V12 doch recht stark überrascht...



      ... und die Entwicklungen zum M120 V12 starteten
      ja wohl auch erst nach Erscheinen des 750i V12 ...

      M120 1987:


      ... weil man bis dahin BMW den V12 wohl nicht wirklich zugetraut hatte,
      wurden die Daimler-V12-Plaene bis dahin immer nur etwas halbherzig verfolgt.
      Und daher "musste" der M120 dann ja auch unbedingt 300KW haben, um BMW mit
      dem 300PS-V12 zu "demuetigen" ... :wink:

      Das urspruenglich für den W140 als Topmodell auch wieder ein "560SEL-32" mit
      einem 5.6 Liter M119 V8 geplant war (ca. 360PS) ist auch mein Kenntnissstand.

      http://www.nast-sonderfahrzeuge.de/MB-Exotenforum…ry.php?id=10652

      Die alten V12-Versuche aus den 1970er Jahren hatte ich als V12-Version
      des M117 mal vor Ewigkeiten für eine aehnlich Diskussion "rekonstruiert" ...



      ... wirklich schade das man da die Chnace nicht genutzt hat, man stelle
      sich fur die 1980er Jahre nur mal ein A126 600SEC V12 Cabrio vor ... :cool:



      Mit besten Sterngrußen
      Sebastian

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    Bertha Benz war weit mehr als die Ehefrau des berühmten Ingenieurs Carl Benz – sie war eine Pionierin auf vier Rädern. 1888 wagte sie als erste Autofahrerin der Welt etwas Außergewöhnliches: eine richtige Reise mit einem Automobil, weit über eine einfache Probefahrt hinaus. Zusammen mit ihren beiden Söhnen legte sie die 106 Kilometer von Mannheim nach Pforzheim zurück – und drei Tage später die gleiche Strecke wieder zurück. Mit Mut, Entschlossenheit und Abenteuerlust schrieb sie damit ein Stück Automobilgeschichte.

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