Opel Dipl.-A Cp/1964>67 > 2021 Nachtrag (MB-Exotenforum)

FrankWo, 68163-MA, Montag, 15.02.2021, 09:30 (vor 219 Tagen) @ Ralfmercedes
bearbeitet von FrankWo, Montag, 15.02.2021, 09:44

Salve, Gemeinde,

in meinem Bemühen um möglichst knappem Textumfang offenbaren sich seine Schwächen:

Mit Z-2,5 ist natürlich das Höchstmaß der Fertigungs-Möglichkeiten gemeint. Die tatsächliche Fertigungs-Qualität konnte bis zu einer Note (nach unten) abweichen.
Zum Werte-Verfall allgemein:
01. Der gefühlte Qualitäts-Anspruch an einen Oberklasse-NW war überwiegend ein anderer als jener an seinen Mittelklasse-Kollegen, welcher bereits zu einem Drittel des NP zu haben war. Zu erfüllen war dies kaum. Entscheident blieben Maschinenpark(erneuerungs-Zyklen) und menschlicher (Einsatz-)Wille.
02. Es gab Wartungs- und Pflege-Vorschriften, nicht vergleichbar mit den heutigen Empfehlungen und ergänzenden unverbindlichen Ratschlägen. Ein nachlässiger Umgang und seine Folgen wurde vielleicht eher von Volumen-Modellen und ihren Eignern ertragen, als von den sensibleren Hochpreis-Kandidaten.
03. Die Winter der Mitt- > End-60er-Jahre beinhalteten mehrwöchige, bundesweit flächendeckende Schneelandschaft, auch in Groß-Städten. Die einzige Antwort waren Räumfahrzeuge mit ergänzend Streu-Salz.
04. Es gab die sogenannte 'Montags-Produktion'. Ihr Ausschuß füllte, zum Ärger der Betroffenen und zur Belustigung des Restvolkes, alljährlich den Unterhaltungsteil der (Fach-)Zeitschriften.
05. So kam man dann nach spätestens 10 Jahren zu den namentlich bekannten 'Letzthand-Autos'. Für die meisten, welche wenige Jahre zuvor noch wertvoll für den Alltag waren, begann nun der Lebensabend. Auch preislich im volkstümlichen Lager angekommen, blieb während der Nutzung bestenfalls noch der Neid von Freund und Nachbar, bis der TÜV (1961>) dem trostlosen Verfall eine Entscheidung abzwang. So wurde der gefühlte Weg zwischen Wohnanschrift und Schrottplatz immer kürzer.
06. Gebrauchtwagen-Verkäufer hatten dazugelernt. Waren zunächst nur die ersten Nachkriege-Jahrzehnte (<1960) unverkäuflich, traf es nun auch die Folge-Generation. Nur Wenige schafften es, oft zum Preis eines Neuwagens runderneuert, wieder auf die Straße, diesmal zum Stolz ihrer Eigner - damals, und bis heute.

So weit meine Erinnerungen an die End-60er-J., mit Grüßen, Frank (*1959) smilywaving .


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