O.T. aber sehr selten und wunderschön (MB-Exotenforum)

beda ⌂ @, Mittwoch, 10.02.2021, 18:30 (vor 293 Tagen)

Hier mal was von OPEL..

https://www.motor-klassik.de/opel-diplomat-15-515140/?brand=undefined&series=undefined

--
W108 280se 3.5 1971
W107 380SLC 1981
W114 250C 1969

www.bauschp.wordpress.com

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O.T. aber sehr selten und wunderschön

leichenjoern @, Hamburg / Hagen NRW, Donnerstag, 11.02.2021, 00:31 (vor 293 Tagen) @ beda

Moin
Der Händler hat öfter mal Lecker Autos
Letztens hatte Er einen Mega Geilen W115 240D mit Extrem Vielen Extras
In Grün mit Grünen Leder Klima Scheinwerfer Wischwasch EFH Essd und so weiter

Den hätte ich Gene Gehabt aber fast 20T Euro für einen W115 habe Ich Leider nicht :(

Gruss
L.joern

109T€ für einen Opel..

rollingdeep, Donnerstag, 11.02.2021, 23:39 (vor 292 Tagen) @ beda

Hier mal was von OPEL..

https://www.motor-klassik.de/opel-diplomat-15-515140/?brand=undefined&series=undefined

0,109 Mio. € für einen Opel? Wer soll das bezahlen?

109T€ für einen Opel..

Ralfmercedes ⌂, 65719 Hofheim, Freitag, 12.02.2021, 00:46 (vor 292 Tagen) @ rollingdeep

Hallo,
ja, ein ambitionierter Preis, aber was isser wirklich wert? Die Seltenheit ist sehr groß, Teile dafür so selten wie die blaue Mauritius. Vielleicht wäre 70 oder 75 ein angemessener Preis. Wenn ich mich nicht täusche, war der jetzt für 109 angebotene Wagen zunächst für um die 145 ausgeschrieben. nach dem Motto, man kann es ja mal probieren!
Gruß
Ralf

109T€ für einen Opel..

rollingdeep, Freitag, 12.02.2021, 12:51 (vor 291 Tagen) @ Ralfmercedes

Hallo,
ja, ein ambitionierter Preis, aber was isser wirklich wert? Die Seltenheit ist sehr groß, Teile dafür so selten wie die blaue Mauritius. Vielleicht wäre 70 oder 75 ein angemessener Preis. Wenn ich mich nicht täusche, war der jetzt für 109 angebotene Wagen zunächst für um die 145 ausgeschrieben. nach dem Motto, man kann es ja mal probieren!
Gruß
Ralf


Wer soviel Geld in die Hand nimmt, kauft sich dafür keinen Opel - die Marke gibt es einfach nicht her. Ich würde ihn eher bei 50T ansiedeln, damit er nach Rüsselsheim ins Werksmuseum kommt.

Opel Dipl.-A 4,6l-V8-Cp/1964>67

FrankWo, 68163-MA, Sonntag, 14.02.2021, 09:17 (vor 289 Tagen) @ rollingdeep

Salve, Gemeinde,

nicht jeder bereits hierzu geschriebene Satz findet gesamtinhaltlich meine Zustimmung - deshalb etwas Zeitgeschichte zum Baumuster:

Das Coupe wurde 347x-gebaut. Die NPe begannen bei 26,0TDM. Das wären gegenwärtig ~107,0T€/2021.
Als Neuwagen lief der Wagen nach heutigem Maßstab mit Zustand-2,5 vom Band. Mehr Fertigungs-Qualität war um die Mitt-60er-Jahre nicht möglich. Mittlerweile zum Altwagen (= undeutsch: Oldtimer) gereift entspricht Z-2,5 einem Marktwert von ~ 135,0T€. Ein tatsächlicher Z-2 (bereits Zustand besser als neu) beginnt jenseits von 150,0T€. Ggegenwärtig sind etliche Z-1-Projekte bekannt/in Vorbereitung. Die (berechtigten) Marktwert-Erwartungen beginnen jenseits von 200,0T€.
Auch wenn es für Viele nur ein (un)gewöhnlicher Opel bleibt, mit <40> noch fahrfähigen Coupes ist er in Wert und Anerkennung zu einem Königstiger der ehemaligen Serienproduktion ab Kadett-A aufwärts herangewachsen.
Bleibt natürlich die Erkenntnis, das Markt- nicht gleich Zeit-Wert ist. Insbesondere, wenn man noch die Preise von vor 10 Jahren im Gedächtnis hat. Um 2010 gab es ihn als Z-3 für <15,0T€ ; Z-2 > <25,0T€ ; Z-1 > <35,0T€ (kaufkraft-angepasst x1,15/2021). Sobald man bereit ist, anzuerkennen, günstiger wird es Qualität nicht geben, nähern sich Markt- & Zeit-Wert zu einem Verkehrs-Wert.

Mit Grüßen an Alle, Frank .

Opel Dipl.-A 4,6l-V8-Cp/1964>67

R_S ⌂ @, Regensburg, Sonntag, 14.02.2021, 15:00 (vor 289 Tagen) @ FrankWo

Danke Dir!
Und mal so ganz ohne Zahlen und Fakten auch von mir ein paar Worte, u.a. zu den Markendünkeln, die hier durchklingen ...
Opel war in den 50ern und 60ern - auch noch in den 70ern - eine ganz große Nummer in Deutschland. Eine komplette Palette vom Kleinwagen bis zur Luxusklasse (die Modelle unterhalb Käfer/Kadett überließ man damals in D gerne den Franzosen und Italienern) hatte kein Hersteller in Deutschland außer Opel, und die Marke galt als modern, fortschrittlich, dabei nicht abgehoben, und Opels waren nach damaligen Standards ordentlich verarbeitet und zuverlässig. Das waren auch die Gründe für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg der Marke. Opel war damals nicht das Sorgenkind von GM.

Der Rekord war der Standard der Mittelklasse-Limousine, an dem sich andere messen lassen mußten. Mit Commodore und Kapitän/Admiral/Diplomat hatte Opel die gehobene Mittelklasse und Luxusklasse etwas aufgeplustert, aber das Konzept war erfolgreich bei der bürgerlichen Kundschaft.
Ein Gastwirt oder Metzgermeister, ein Abteilungsleiter oder Vertreter (etc.) tat gut daran, anstelle eines Mercedes einen Opel Admiral oder Commodore zu kaufen, denn es fehlte der unangenehme bis schädliche Protz-Effekt, den die Kundschaft oder Kollegen bei der Marke mit Stern empfanden.

Und die Opels schwammen mit ihrem dem US-Styling entlehnten Aussehen auf der damaligen Zeitgeist-Welle, deswegen galten sie als modern und modisch, auch wenn allzu große technische Innovationen fehlten. Der altmodische Benzgrill, der die Front der schwäbischen Nobelmarke zierte, wirkte dagegen altbacken - wenn auch gediegen. Vorkriegsoptik wollten viele Kunden in den 60ern nicht mehr sehen.

Ein paar Extravaganzen leistete sich Opel auch: Dieses bärenstarke V8-Coupe war eine davon. Der Opel GT zählt wohl auch dazu. Für einen Massenhersteller waren sie ein vertretbares wirtschaftliches Risiko. Die 1970 eingeführte kompakte Mittelklasse zwischen Kadett und Rekord, Ascona und Manta, war da eher ein größeres Unterfangen.

Und gewissermaßen als Zeitzeuge kann ich die Seltenheit des V8-Diplomat-Coupes bestätigen. Ich habe noch nie so ein Ding im Straßenverkehr gesehen.
Ein 300 SEL 6.3 oder 911 Turbo sind dagegen Massenware.
Zusammen mit dem nicht komplett durchrestaurierten Zustand des angebotenen Opel, keine peinlich neu wirkenden Sattlerarbeiten wie bei den überteuerten Komplettrestaurationen mit Stern etc., würde ich sagen, daß sich der Preis wohl an den einen Liebhaber richtet, dem dieses einmalige Fahrzeug mit Blitz statt Stern so viel wert ist. Ich wage nicht zu raten, ob annähernd so viel bezahlt wird. :)

Sorry für mein vergleichsweise unsachliches Gelaber, aber im Rückblick rümpfen viele heute die Nase über Opel, obwohl die Rüsselsheimer lange Zeit zu Recht Marktführer in D waren.
Ich bin übrigens gar kein Opel-Fan :)

Grüße, Frank

Opel Dipl.-A 4,6l-V8-Cp/1964>67

romu @, Sonntag, 14.02.2021, 17:33 (vor 289 Tagen) @ R_S

Du bringst es auf den Punkt.
Man stelle sich mal vor, was VW in den 60gern und 70gern zu bieten hatten.
Meine Eltern fuhren ab den 50gern Opel Rekord. Eine vergleichbare Modellpalette hate vielleicht noch Ford.
Das eingangs erwähnte Auto ist teuer aber auch äusserst selten.

Ein aktueller Porsche 911 (ausser GT2, 3, RS und Turbo Modelle) verliert in den ersten zwei Jahren rund 80'000.00 auf den ehemaligen Listenpreis. Das scheint die Leute nicht davon abzuhalten, solche Autos zu kaufen.
Klar, der Vergleich hinkt, von wegen Finanzierung über die Firma etc.
Ich denke, der Opel wird in der nächsten Zeit nicht gross an Wert verlieren.
Ersatzteile sollte man dafür allerdings nicht suchen müssen. :-D

--
Grüsse

Rolf



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Die Fahrzeuge der Simpsons

Opel Dipl.-A 4,6l-V8-Cp/1964>67

Ralfmercedes ⌂, 65719 Hofheim, Sonntag, 14.02.2021, 18:30 (vor 289 Tagen) @ romu

Hallo,
einer meiner Freunde ist seit Jahrzehnten Diplomat Coupé Spezialist und besitzt selbst einige (!) Coupés in unterschiedlichen Erhaltungszuständen. Die von einem Vorredner bezeichnete Fertigungsqualität mit der Note 2,5 ist noch ziemlich schmeichelhaft benannt, denn die Coupés wurden ja bekanntlich nicht in Rüsselsheim, sondern bei Karmann gebaut. Wer die BMW E 9 Coupés näher kennt (ich besaß eines fast 30 Jahre lang), weiß, wie schauderhaft schlecht die Fertigungsqualität bei Karmann war und wie wenig die von Rostvorsorge gehalten haben, nämlich so gut wie NULL.
Spezielle Diplomat Coupé Teile sind seit Jahrzehnten nicht mehr im Handel, sondern in fester Hand, es gibt sie nicht zu kaufen, für kein Geld der Welt. Die Qualität der vereinzelt durchgeführten Ganz- bzw. Teilrestaurierungen dieser Fahrzeuge ist ebenfalls sehr durchmischt. Es dürfte überhaupt in D nur höchstens etwa ein Dutzend wirklich gute Diplomat Coupés geben.
Klar ist, wenn man einen Schrotthaufen kauft, wird man mit 100 TEuro nicht hinkommen, um den zu restaurieren. Insoweit mag der angebotene Wagen mit 109 durchaus irgendwie "marktgerecht" sein. Jedoch wird uns der Markt zeigen, ob tatsächlich um die 100 TEuro gezahlt werden, ich bin da eher pessimistisch.
Gruß
Ralf

Opel Dipl.-A Cp/1964>67 > 2021 Nachtrag

FrankWo, 68163-MA, Montag, 15.02.2021, 09:30 (vor 288 Tagen) @ Ralfmercedes
bearbeitet von FrankWo, Montag, 15.02.2021, 09:44

Salve, Gemeinde,

in meinem Bemühen um möglichst knappem Textumfang offenbaren sich seine Schwächen:

Mit Z-2,5 ist natürlich das Höchstmaß der Fertigungs-Möglichkeiten gemeint. Die tatsächliche Fertigungs-Qualität konnte bis zu einer Note (nach unten) abweichen.
Zum Werte-Verfall allgemein:
01. Der gefühlte Qualitäts-Anspruch an einen Oberklasse-NW war überwiegend ein anderer als jener an seinen Mittelklasse-Kollegen, welcher bereits zu einem Drittel des NP zu haben war. Zu erfüllen war dies kaum. Entscheident blieben Maschinenpark(erneuerungs-Zyklen) und menschlicher (Einsatz-)Wille.
02. Es gab Wartungs- und Pflege-Vorschriften, nicht vergleichbar mit den heutigen Empfehlungen und ergänzenden unverbindlichen Ratschlägen. Ein nachlässiger Umgang und seine Folgen wurde vielleicht eher von Volumen-Modellen und ihren Eignern ertragen, als von den sensibleren Hochpreis-Kandidaten.
03. Die Winter der Mitt- > End-60er-Jahre beinhalteten mehrwöchige, bundesweit flächendeckende Schneelandschaft, auch in Groß-Städten. Die einzige Antwort waren Räumfahrzeuge mit ergänzend Streu-Salz.
04. Es gab die sogenannte 'Montags-Produktion'. Ihr Ausschuß füllte, zum Ärger der Betroffenen und zur Belustigung des Restvolkes, alljährlich den Unterhaltungsteil der (Fach-)Zeitschriften.
05. So kam man dann nach spätestens 10 Jahren zu den namentlich bekannten 'Letzthand-Autos'. Für die meisten, welche wenige Jahre zuvor noch wertvoll für den Alltag waren, begann nun der Lebensabend. Auch preislich im volkstümlichen Lager angekommen, blieb während der Nutzung bestenfalls noch der Neid von Freund und Nachbar, bis der TÜV (1961>) dem trostlosen Verfall eine Entscheidung abzwang. So wurde der gefühlte Weg zwischen Wohnanschrift und Schrottplatz immer kürzer.
06. Gebrauchtwagen-Verkäufer hatten dazugelernt. Waren zunächst nur die ersten Nachkriege-Jahrzehnte (<1960) unverkäuflich, traf es nun auch die Folge-Generation. Nur Wenige schafften es, oft zum Preis eines Neuwagens runderneuert, wieder auf die Straße, diesmal zum Stolz ihrer Eigner - damals, und bis heute.

So weit meine Erinnerungen an die End-60er-J., mit Grüßen, Frank (*1959) smilywaving .

Opel Dipl.-A Cp/1964>67 > 2021 Nachtrag

rollingdeep, Dienstag, 16.02.2021, 14:56 (vor 287 Tagen) @ FrankWo

Salve, Gemeinde,

in meinem Bemühen um möglichst knappem Textumfang offenbaren sich seine Schwächen:

Mit Z-2,5 ist natürlich das Höchstmaß der Fertigungs-Möglichkeiten gemeint. Die tatsächliche Fertigungs-Qualität konnte bis zu einer Note (nach unten) abweichen.
Zum Werte-Verfall allgemein:
01. Der gefühlte Qualitäts-Anspruch an einen Oberklasse-NW war überwiegend ein anderer als jener an seinen Mittelklasse-Kollegen, welcher bereits zu einem Drittel des NP zu haben war. Zu erfüllen war dies kaum. Entscheident blieben Maschinenpark(erneuerungs-Zyklen) und menschlicher (Einsatz-)Wille.
02. Es gab Wartungs- und Pflege-Vorschriften, nicht vergleichbar mit den heutigen Empfehlungen und ergänzenden unverbindlichen Ratschlägen. Ein nachlässiger Umgang und seine Folgen wurde vielleicht eher von Volumen-Modellen und ihren Eignern ertragen, als von den sensibleren Hochpreis-Kandidaten.
03. Die Winter der Mitt- > End-60er-Jahre beinhalteten mehrwöchige, bundesweit flächendeckende Schneelandschaft, auch in Groß-Städten. Die einzige Antwort waren Räumfahrzeuge mit ergänzend Streu-Salz.
04. Es gab die sogenannte 'Montags-Produktion'. Ihr Ausschuß füllte, zum Ärger der Betroffenen und zur Belustigung des Restvolkes, alljährlich den Unterhaltungsteil der (Fach-)Zeitschriften.
05. So kam man dann nach spätestens 10 Jahren zu den namentlich bekannten 'Letzthand-Autos'. Für die meisten, welche wenige Jahre zuvor noch wertvoll für den Alltag waren, begann nun der Lebensabend. Auch preislich im volkstümlichen Lager angekommen, blieb während der Nutzung bestenfalls noch der Neid von Freund und Nachbar, bis der TÜV (1961>) dem trostlosen Verfall eine Entscheidung abzwang. So wurde der gefühlte Weg zwischen Wohnanschrift und Schrottplatz immer kürzer.
06. Gebrauchtwagen-Verkäufer hatten dazugelernt. Waren zunächst nur die ersten Nachkriege-Jahrzehnte (<1960) unverkäuflich, traf es nun auch die Folge-Generation. Nur Wenige schafften es, oft zum Preis eines Neuwagens runderneuert, wieder auf die Straße, diesmal zum Stolz ihrer Eigner - damals, und bis heute.

So weit meine Erinnerungen an die End-60er-J., mit Grüßen, Frank (*1959) smilywaving .

Frank, danke für den lebhaften Text :)

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