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Wie ein Kind im Spielzeugladen .... 126er 140er 220er Spielzeug ... (MB-Exotenforum)

verfasst von svendd1979(R) E-Mail, Dresden, 18.03.2017, 09:37

Vermutlich befriedigt Herr Gassmann hier primär seine eigene MB-Youngtimer-Sammelleidenschaft - unter Beteiligung des Finanzamts.

Der Ablauf ist ungefähr wie folgt:

Sein Lkw-Geschäft läuft offensichtlich glänzend und wirft ordentlich Gewinn. Diesen könnte er versteuern und somit dem Fiskus mindestens die Hälfte in den Rachen schmeißen - und vom Rest eine private Sammlung mit vielleicht 25 Autos aufbauen.

Oder eben mit der vorhandenen Liquidität gleich 100 Autos erwerben und als Geschäftsaufwand geltend machen. Da hat er schon mal gar keine Steuern gezahlt und ein persönliches Youngtimerparadies in der Halle.

Seine Lieblingsstücke wird er ordentlich durchreparieren lassen (wieder geschäftliche Ausgaben) und anschließend zu irrwitzig hohen Preisen inserieren, damit die ja keiner kauft.

Vom Rest wird er auf lange Sicht gesehen immer mal wieder einen Wagen verkaufen. Er hat ja Zeit, für die Hallen fällt sicher keine Miete an.

Weniger Wert als der Einkaufspreis werden die Autos sicher auch nicht. Selbst wenn, dann muss er nur bilanztechnisch mal seinen Warenbestand neu bewerten.

Bei einem aktuellen Bestand von 2.000 Nutzfahrzeugen könnte er sogar 100 oder 200 Youngtimer niemals verkaufen und alle damit in Verbindung stehendene Kosten (Kauf, Reparaturen, Wartung, Pflege) voll als Geschäftsaufwand absetzen, ohne das der Fiskus ihm Liebhaberrei unterstellt.

Denn insgesamt verkauft er ja genügend Autos mit Gewinn. Wie der kleine Gemüseladen, der 2.000 Kilo Tomaten verkauft, aber auf 100 Kilo Gurken sitzenbleibt.

Das erklärt auch seine mangelnde Verhandlungsbereitschaft bei den Preisen. Wenn ihm heute keiner den gewünschten Preis zahlt, kommt vielleicht in 3 oder 5 Jahren einer der es tut.

Bis dahin sind die Autos ein besseres Wertaufbewahrungsmittel als Tagesgeld - und das noch mit hohen steuerlichen Vorteilen.

Das fast alle seiner Youngtimer die Umsatzsteuer ausweisen, erschließt ganz neue Käuferschichten: Unternehmer die ihr Liebhaberfahrzeug somit als Firmen wagen deklarieren können - und alle Kosten als Geschäftsausgaben. Selbst die 1%-Regelung lohnt sich da wegen der vor 20 Jahren deutlich niedrigen Listenpreise.

Das Geschäftskonzept gleicht der eierlegenden Wollmilchsau: Simply clever!

 

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